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Jugendförderverein "sports & more"
 

                                                                        Quelle OV v. 01.02.07

Suchtprävention im Vereinsheim: Nicole Fischer (Mitte) und Gerd Meyer (rechts) informierten die BWL-Jugendbetreuer.                                                                         

   Foto: el
 
  Mit dabei: Christine Themann vom KSB (2. von rechts).

Langförden (sl)

Wer ein wenig ins Glas geschaut hat, findet es noch schön. „Nina geküsst“, steht es auf dem Plakat. Aber irgendwann ist der Spaß vorbei. Für den, der ganz tief und damit viel zu tief ins Glas geschaut hat, heißt es dann nur noch „Bordstein geküsst“ – und man macht sich, da wehrlos am Boden, zum potenziellen Opfer von Gewalttätern. Alkohol und Drogen – so lautete das Thema für rund 30 Jugendbetreuer von BW Langförden, die im Vereinsheim auf dem Bomhof von Nicole Fischer (Kreisjugendamt Vechta) und Gerd Meyer (Polizei Vechta) über Suchtgefahren informiert wurden.
„Sie sind Vorbilder, sie setzen Grenzen“, wandte sich Meyer an die BWL-Jugendbetreuer. Und: „Wenn Jugendliche klare Grenzen haben, sind sie damit einverstanden.“ Über die Jugendbetreuer möchten die beiden Präventionsbeauftragten ihr Anliegen an junge Sportler herantragen. Getreu des eingespielten Kurzfilms, in dem die siegreichen Jugendfußballer die Kiste Bier des Betreuers zurückschieben. Motto: Bier ist für Amateure, Profis trinken Wasser.
„Suchtprävention ist ein wichtiges Thema. Wir freuen uns, dass BW Langförden diese Initiative als erster Verein aufgegriffen hat“, sagte die stellvertretende Vorsitzende des Kreissportbundes Vechta, Christine Themann. Der KSB hatte auf seinem Kreissporttag 2006 diesen Vorstoß unter dem Motto „Misch Dich ein – keine Kurzen für die Kurzen“ angeregt. Einen Ball, den Langfördens Klubchef Hermann Moormann gerne annahm: „Jugendförderung heißt nicht nur, Trainingsbälle zu kaufen.“ Sein Stellvertreter Erwin Sieverding stellte zudem noch kurz das BWL-Jugendförderwerk „Sports & more“ vor. So fahre der Verein mit der C-Jugend im Frühjahr noch zu einem Nikotin-Vortrag nach Hamburg, wo u.a. in der Uni-Klinik Hamburg-Eppendorf per Live-Schaltung eine Lungenoperation verfolgt wird.
Nikotin, Alkohol und Drogen präsentierten Nicole Fischer und Gerd Meyer auch hautnah. Smirnoff, Roter oder Desperado befanden sich in der Getränketasche; das „Power-Kraut“ Cannabis, Marihuana und Ecstasy holten beide aus dem Drogenkoffer. Dazu gab es Hinweise über das Jugendschutzgesetz und einige Unfallstatistiken; auch das neue Schutzengelprojekt für jugendliche Fahranfänger (www.schutzengelprojekt.de) kam zur Sprache. Das eingeschränkte Sehen und Wahrnehmen unter Drogeneinfluss wurde im Praxistest mit der „Alkoholbrille“ ausprobiert. Und ein schonungsloser Kurzfilm rief eine beklemmende Wirkung hervor.
Jugendbetreuer sind Vorbilder, über sie lässt sich bei den Jugendlichen vieles bewirken. „Wir möchten möglichst in alle Vereine kommen“, sagt Gerd Meyer. Interessierte Klubs des Kreises Vechta sollten sich bei Nicole Fischer (Telefon 04441/8982121) oder bei Gerd Meyer (04441/943107) melden.