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Wer ein wenig ins Glas geschaut hat,
findet es noch schön. „Nina geküsst“,
steht es auf dem Plakat. Aber
irgendwann ist der Spaß vorbei. Für
den, der ganz tief und damit viel zu
tief ins Glas geschaut hat, heißt es
dann nur noch „Bordstein geküsst“ –
und man macht sich, da wehrlos am
Boden, zum potenziellen Opfer von
Gewalttätern. Alkohol und Drogen – so
lautete das Thema für rund 30
Jugendbetreuer von BW Langförden, die
im Vereinsheim auf dem Bomhof von
Nicole Fischer (Kreisjugendamt Vechta)
und Gerd Meyer (Polizei Vechta) über
Suchtgefahren informiert wurden.
„Sie sind Vorbilder, sie setzen Grenzen“, wandte
sich Meyer an die BWL-Jugendbetreuer. Und: „Wenn
Jugendliche klare Grenzen haben, sind sie damit
einverstanden.“ Über die Jugendbetreuer möchten
die beiden Präventionsbeauftragten ihr Anliegen an
junge Sportler herantragen. Getreu des
eingespielten Kurzfilms, in dem die siegreichen
Jugendfußballer die Kiste Bier des Betreuers
zurückschieben. Motto: Bier ist für Amateure,
Profis trinken Wasser.
„Suchtprävention ist ein wichtiges Thema. Wir
freuen uns, dass BW Langförden diese Initiative
als erster Verein aufgegriffen hat“, sagte die
stellvertretende Vorsitzende des Kreissportbundes
Vechta, Christine Themann. Der KSB hatte auf
seinem Kreissporttag 2006 diesen Vorstoß unter dem
Motto „Misch Dich ein – keine Kurzen für die
Kurzen“ angeregt. Einen Ball, den Langfördens
Klubchef Hermann Moormann gerne annahm:
„Jugendförderung heißt nicht nur, Trainingsbälle
zu kaufen.“ Sein Stellvertreter
Erwin Sieverding stellte
zudem noch kurz das BWL-Jugendförderwerk „Sports &
more“ vor. So fahre der Verein mit der C-Jugend im
Frühjahr noch zu einem Nikotin-Vortrag nach
Hamburg, wo u.a. in der Uni-Klinik
Hamburg-Eppendorf per Live-Schaltung eine
Lungenoperation verfolgt wird.
Nikotin, Alkohol und Drogen präsentierten Nicole
Fischer und Gerd Meyer auch hautnah. Smirnoff,
Roter oder Desperado befanden sich in der
Getränketasche; das „Power-Kraut“ Cannabis,
Marihuana und Ecstasy holten beide aus dem
Drogenkoffer. Dazu gab es Hinweise über das
Jugendschutzgesetz und einige Unfallstatistiken;
auch das neue Schutzengelprojekt für jugendliche
Fahranfänger (www.schutzengelprojekt.de) kam zur
Sprache. Das eingeschränkte Sehen und Wahrnehmen
unter Drogeneinfluss wurde im Praxistest mit der
„Alkoholbrille“ ausprobiert. Und ein
schonungsloser Kurzfilm rief eine beklemmende
Wirkung hervor.
Jugendbetreuer sind Vorbilder, über sie lässt sich
bei den Jugendlichen vieles bewirken. „Wir möchten
möglichst in alle Vereine kommen“, sagt Gerd
Meyer. Interessierte Klubs des Kreises Vechta
sollten sich bei Nicole Fischer (Telefon
04441/8982121) oder bei Gerd Meyer (04441/943107)
melden.
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