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Mitinitiator der Sportler gegen Hunger Veranstaltungen
Rekordteilnahme bringt Rekordeinnahme
Langfördens Lauftreff setzt mit 2600 Euro eine neue Bestmarke/Wetten für 2013 laufen/Warum nach Visbek?
Anerkennende Worte und ein kleiner Beitrag: Zwei Faktoren, die den Machern genügend Motivation bringen - sie wollen 2012 wieder durchstarten.
Langförden (SgH). High-Tech spielt für die Macher des Langfördener SgH-Laufs keine Rolle, sie stützen sich auf bewährte Handarbeit mit Laufzetteln und Schreibarbeit. Und eine Formel geht beim Lauftreff Langförden auch ohne Computer, Bits und Bytes auf: Rekordteilnahme ist gleich Rekordeinnahme. 294 Läufer und Walker schraubten den Erlös für die OV/KSB-Aktion „Sportler gegen Hunger" auf die Bestmarke von 2600 Euro.
„Die vielen anerkennenden Worte der Läufer und das Gefühl, für die Afrika-Hilfe einen kleinen Beitrag geleistet zu haben, sind Motivation genug, im nächsten Jahr wieder durchzustarten", resümierte Mitorganisator Rainer Rohnstock. Der Lauf 2013 steckte schon bei der gemütlichen Abschlussrunde 2012 in den Köpfen der Aktiven. Bei Kaffee und Kuchen kamen im Klubheim von BW Langförden die üblichen Wetten ans Licht. Der neue BWL-Fußball-Obmann Frank Kathmann will gemeinsam mit seinem Deindruper Landsmann „Butler". Bokop von der 11- auf die 21-km-Distanz wechseln und die Nummer eins im Ort auslaufen; in der Hoffnung, beim Duschen noch den letzten Tropfen warmen Wassers zu erwischen. In besseren Zeiten wähnt sich dann auch Superaltliga-Fußballer Reimund Bohmann. Seit den Tagen eines Klaus Zaczyk ist er Fan des Karlsruher SC, natürlich absolvierte er die 21 Kilometer im neuesten KSC-Trikot. „Das schönste Trikot hier", strahlte er. Und der aktuelle Tabellenplatz des Zweitligisten? „Letzter. Aber wir haben einen Nationalspieler aus Mali geholt." In einem Jahr hat vielleicht auch jene Langfördenerin Anschluss gefunden, die sich angesichts des tollen Laufes wunderte, dass es in Langförden keinen regelmäßigen Gemeinschaftslauf gebe. Sie müsse dafür immer nach Visbek fahren.
Das Organisationsteam bedankt sich bei den vielen Helfern und Sponsoren, besonders auch bei den Freunden und Bekannten aus Visbek, Hagstedt und Langförden, die immer die leckeren Kuchen spenden. Höchstleistungen wurden dabei vom Küchenteam mit Rita Bramlage, Heidi Rohnstock, Christa Arnke und Rita Morthorst abverlangt; der Andrang bei der Kuchentheke wollte nicht abreißen. Ein besonderer Dank geht auch an Claus Holtvogt, der kurzfristig die Ausschilderung der Strecke übernommen hatte. So fanden alle 294 Rekordläufer ins Ziel und sorgten mit dem Rekordumsatz für den Rekorderlös.
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Selbst beim Rekordlauf ticken die Uhren noch anders
294 Teilnehmer sprengen alte Bestmarke beim SgH-Lauf Langförden/Warteschlange bei der Kuchenausgabe/Beifall erfreut Nachzüglerin
In einer High-Tech-Laufwelt mit elektronischer Zeitnahme und Tausendstelsekunden reicht in einem kleinen norddeutschen Ort noch der kurze Blick auf eine Stoppuhr.
Von Franz-Josef SchlömerLangförden - In Langförden ticken die Uhren noch anders, zumindest beim SgH-Lauf für die OV/KSB-Aktion „Sportler gegen Hunger". Dort erreichen Läufer nach 60:04, 62:47 oder 70:16 Minuten das Ziel. Reine Kopfsache, ist halt besser zu merken und zu schreiben als da offizielle 1:00:04, 1:02:47 oder 1:10:16. Langfordens Lauf ist schließlich handgemacht, ohne teuren technischen Aufwand: Die Läufer geben im Ziel ihren Laufzettel ab, ein kurzer Blick auf eine Uhr und die Zeit draufschreiben; dann die eingesammelten Zettel in einem Eimer per Seil in die zweite Etage des Klubheims ziehen und dort im Computer zu Ergebnislisten verarbeiten.
Echte Kopf- und Handarbeit. Ein familiärer Lauf, der das gewisse Etwas besitzt. So sehen es jedenfalls die Läufer, denn bei bestem Wetter nach den vielen Regentagen überrannten sie förmlich die Organisatoren: Mit 294 Läufern und Walkern gab's einen beeindruckenden Teilnahmerekord, die Bestmarke aus dem Jahr 2009 stand bei 269 Teilnehmern. „Das sprengt alles", meinte Mitorganisator Thorsten Scheper schon beim Start, als noch keine exakten Zahlen vorlagen. Und Teamchef Rainer Rohnstock ergänzte: „Mich selber hat der Erfolg im wahrsten Sinne des Wortes sprachlos gemacht. Schon mit Halsschmerzen und Erkältung in den Tag gestartet, hat das viele und laute Reden bei der Siegerehrung dazu geführt, dass meine Stimme am Abend einfach weg war.
"Bei besagter Siegerehrung herrschte drangvolle Enge im BWL-Vereinsheim, es bildeten sich sogar Schlangen bei der Kuchen-Ausgabe, wo die Damen um Christa Arnke wie zuvor die Läufer auf den Strecken richtig „ackern" mussten. Trotz Wartezeiten stellten sich die Läufer gelassen an. Tenor: Das gehört dazu. Und Lokalmatador Michael Reise traf die Stimmung am besten: „Langförden ist eben ein richtiger Heimatlauf, da muss nicht alles perfekt sein.
"Apropos Reise: Der 21-km-Sieger sorgte für ein Glücksgefühl bei Ursula Bittner. Als die Calveslagerin nach elf Kilometern auf einem hinteren Platz ins Ziel lief, brandete starker Applaus auf. Sie freute sich sehr, registrierte aber nicht, dass der Beifall dem kurz hinter ihr ins Ziel laufenden Michael Reise galt Ursula Bittner konnte aber noch einen Vorsprung von zwei Metern ins Ziel retten und so Michael Reise noch abhängen.
Der 43-jährige Polizist stürmte abgekämpft und verschwitzt zum 21-km-Sieg, der zweitplatzierte Tobias Penski führte im Ziel noch einen lockeren Luftsprung vor - ohne Schweißperlen auf der Stirn. „Weißt du, wie viele Jahre dazwischen sind", meinte Reise, dem die jüngere Konkurrenz im Nacken sitzt. Und: „Zwischendurch überlege ich schon; Mott datt wähn?" Zurzeit „mott datt noch". Triathlet Tobias Penski hatte den Polizisten permanent mit einem Rückstand von etwa 200 Metern im Visier. „An der letzten Autobahnbrücke bin ich dann ein bisschen eingeknickt", sagte der Lohner, der eine Sekunde unter Plan lief. Sein Landsmann Christian Bröring musste sich über 11 km dem Spezialisten Fabian Kühling (BV Garrel) geschlagen geben. „Nach fünf Kilometern war er weg. Das war eine andere Nummer, das Anfangstempo war für mich zu hoch. Das ist nicht mein Tempo", erklärte der Silvesterlaufsieger von Mühlen, der kontinuierlich durch Trainingsumstellungen versucht, sein Tempo zu steigern. „Aber es wird immer schwieriger."
Die auf der Strecke verlorenen „Körner" konnten die Sieger und Zweitplatzierten durch Vitaminspritzen auffrischen, denn sie erhielten als Prämie eine Kiste Äpfel und eine Obsttüte von den Sponsoren Obst Bothe bzw. Hofladen Stolle. 11-km-Sieger Fabian Kühling ergriff dabei das Mikro und bedankte sich für die schöne Veranstaltung. Dass er mit 15 Läufern über die Kreisgrenzen hinweg aus Garrel kam, zeigte den Organisatoren, dass ihr familiärer Lauf auch in der High-Tech-Laufwelt eine Zukunft hat. In Langförden ticken die Uhren halt anders. Auch wenn bei der Zeitnahme per Handarbeit einige wenige unterschiedliche Zeiten erfasst wurden: „Bei unserem System kann es zu Verwechslungen kommen. Aber wir machen weiter so, um auch künftig mehr Einnahmen für SgH spenden zu können", erklärte Thorsten Scheper. Dafür hatten beim leckeren Kuchenessen alle Verständnis.
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OV-Bericht vom 14.01.2012
Langförden: Harte Läufer nehmen auch leichteren Lauf mit
Läufer sind hart im Nehmen, meldete der Lauftreff Langförden im Vorfeld seines SgH-Laufes am heutigen Samstag. Mit Regen, Wind und Matsch hatten die Macher kalkuliert. Aber wenn's dann ein bisschen angenehmer wird, nehmen es die Läufer gerne mit. Nach den sintflutartigen Regenfällen blieb's gestern größtenteils schon trocken - und heute soll gar die Sonne scheinen. Optimale Bedingungen für einen Start: um 14.00 Uhr geht's auf dem Bomhof los. Drei Laufdistanzen (6, 11 und 2l km) stehen im Angebot, ebenso Wandern und Walken. Auch wenn die Aktiven nicht so hart wie befürchtet „ackern" müssen: Der Run auf das leckere Kuchenbuffet sollte auch nach einem angenehmeren Lauf einsetzen.
OV-Bericht vom 12.01.2012
Kreisverkehr ohne Verkehr entschärft den Lauf
Langfördens Macher müssen beim 12.SgH-Lauf richtig ackern/Ablaufkanäle gegraben/Üppiges Kuchenbuffet
Läufer sind hart im Nehmen: Je mehr Körner sie im Rennen verlieren, desto härter schlagen sie nachher zu - hoffen jedenfalls die Macher.
Langförden (SgH) - Beim Langfördener SgH-Lauf für die OV/KSB-Aktion „Sportler gegen Hunger" muss richtig geackert werden. Das kennen die Läufer auf den Strecken, das kennen aber auch die Organisatoren des Laufs. So haben sie in diesen Tagen schon zu Spaten und Schaufel gegriffen: Auf dem kurzen Feldwegabschnitt vor der Rückkehr zum Bomhof haben sie bei zwei größeren Pfützen schon Ablaufkanäle gegraben.
Vor dem Start zum 12. SgH-Lauf am Samstag (14. Januar) um 14.00 Uhr gibt es daher erste Entwarnung. „Wir betrachten das immer mit etwas Sorge, aber im Augenblick ist es gut zu durchlaufen", erklärt Mitorganisator Rainer Rohnstock. Auf dem Sportgelände am Bomhof startet der Lauftreff von BW Langförden die bewährten Rennen: Für die Läufer geht es über 6, 11 und 21 Kilometer, die Wanderer und Walker werden auf eine eigene Route geschickt.
Eine zweite Entwarnung gibt es für die 21-km-Läufer. Im vergangenen Jahr musste wegen der Bauarbeiten im Eco-Park in Bühren eine Umleitung mit zwei giftigen Brücken-Steigungen an der Autobahn A1 bewältigt werden. Die Bauarbeiten sind abgeschlossen, die alte Strecke steht wieder zur Verfügung. „Allerdings wurde ein Kreisverkehr eingebaut, der durchlaufen werden muss. Ein Kreisverkehr ohne Verkehr", merkt Rohnstock an. Auf dem Kreisel am Repker Damm sagen sich Hase und Igel wirklich gute Nacht.
Richtig ackern müssen die Organisatoren vor allem am Lauftag. Echte Handarbeit, denn in Langförden wird noch mit Laufkarten gearbeitet, die ausgefüllt und eingesammelt werden, um zu Ergebnislisten zu kommen. Urkunden schreiben, Parkplätze anweisen, Strecke absichern, Cafeteria managen - alles Handarbeit made in Langförden. „Zum Glück gibt es hier genügend fleißige Helfer, die bereit sind, für Sportler gegen Hunger anzupacken. Aber es sind nicht nur Langfördener, sondern auch einige Visbeker um Mitorganisator Hubert Morthorst", erklärt Rainer Rohnstock.
Und alle freuen sich, wenn die Läufer auf der Strecke richtig ackern müssen. Läufer sind hart im Nehmen, sie lassen sich auch von schwierigen Bedingungen nicht beeindrucken. Je mehr Körner sie auf der Strecke verlieren, desto leckerer schmeckt anschließend der Kuchen. Das Kuchenbuffet nach dem Lauf im BWL-Vereinsheim ist über die Kreisgrenzen hinaus bekannt. Und der ausgeschenkte Kaffee kommt wieder aus „fairem Handel". Sportler gegen Hunger halt.
Linksaussen vom 10.01.2011 (OV)
Bremserin
Unsere Läufer befinden sich zurzeit permanent auf der Piste, oft für „Sportler gegen Hunger". So auch Langfördens Thorsten Scheper, der allerdings am kommenden Samstag als Mitorganisator des Langfördener SgH-Laufs die Laufschuhe im Schrank lässt. Dafür absolvierte er an Silvester gleich zwei 10-km-Läufe: Vormittags finishte er nach 43:46 Minuten an der Thülsfelder Talsperre, nachmittags kam er in Mühlen nach 42:22 Minuten ins Ziel. Im zweiten Lauf schneller? Klarer Fall: Vormittags hatte er seine Sheltie-Hündin an der Leine dabei - und die arbeitete als Bremserin. (sl)
OV-Bericht vom 06.01.2012
Im neuen Jahr beginnt die Rotation
Sieger des Läufercups werden in Langförden geehrt / Nächste Auflage startet in Bakum
Vechta (aha) - Das Finale ist absolviert, die Siegerehrung steht bevor - und die nächste Auflage wirft jetzt schon ihre Schatten voraus: Die kreisweite Laufserie Läufercup startet nur zwei Monate nach dem Abschluss beim Mühlener Silvesterlauf mit einem neuen Rotationsprinzip in ihre nächste Saison. Vorher sollen aber die Sieger des AOK-Läufercups "2011 in einem würdigen Rahmen geehrt werden. Zehn Gemeinden, zehn Läufe: Das ist das Grundprinzip der Veranstaltungsserie. Mindestens vier kurze und zwei lange Läufe müssen die Aktiven im Laufe eines Jahres bewältigen, um in die Endwertung zu kommen. Von gut 50 Startern erfüllten 2011 immerhin 23 diese Bedingungen - 15 Männer und 8 Frauen. Sie alle werden am 14. Januar (Samstag) im Rahmen des Langfördener Laufs für die OV/KSB-Aktion „Sportler gegen Hunger" geehrt. Alle 23 „Finisher" erhalten eine Urkunde und ein Präsent. Die ersten Fünf bei Männern und Frauen werden besonders geehrt. Mit dem Lohner Christian Bröring (35) - übrigens nicht zu verwechseln mit dem Bezirksliga-Fußballer von BW Lohne -und der jungen Vechtaerin Jana Geerken (20) fand der Läufercup im vergangenen Jahr zwei absolut würdige Sieger. Bröring, der das Laufen erst seit zweieinhalb Jahren ernsthaft betreibt, war bei allen zehn Veranstaltungen am Start und feierte dabei sieben Siege. Jana Geerken landete bei sieben Starts sechs Mal ganz vorne in der Cup-Wertung. Für die nächste Auflage des Läufercups hat sich Organisator Klaus Wolking (Lohne) ein Rotationsprinzip ausgedacht. Es soll dafür sorgen, dass jeder Lauf in Zukunft einmal das Finale der Serie bzw. die Siegerehrung ausrichtet. So startet der Läufercup in diesem Jahr erst mit dem Lauf in Bakum (26. Februar) und endet erst Mitte Januar 2013 in Langförden. In den nächsten Jahren sollen Auftakt und Siegerehrung im Kalender dann um jeweils eine Station nach hinten rücken. Es bleibt aber dabei: zehn Gemeinden, zehn Läufe.
